LKW Winterreifenpflicht: Bußgeldkatalog 2025
Während es in vielen Ländern klare Fristen für den Reifenwechsel gibt, gilt in Deutschland das Prinzip «der situativen Pflicht». Das bedeutet, dass Winterreifen für Lkw nur dann vorgeschrieben sind, wenn die entsprechenden Witterungsverhältnisse - Eis, Schnee, Schneematsch - vorliegen.
Die Unkenntnis oder mangelnde Bereitschaft, diese Regeln zu befolgen, führt zu Strafen und kann in manchen Situationen schwerwiegendere Folgen haben - gefährliche Unfälle oder Probleme mit der Versicherung.
Welche Gesetze die Winterreifenpflicht für Lkw in Deutschland regeln, welche Anforderungen an die Gummis gestellt werden und welche Nuancen es bei der Versicherung geben kann, wollen wir herausfinden.
Welche gesetzlichen Vorschriften gelten für LKW-Reifen im Winter?
Die Vorschriften zur situationsgerechten Verwendung und Montage von Winterreifen sind in Deutschland in § 2 Abs. 3a StVO und § 36 Abs. 4 StVZO geregelt. Die wichtigsten gesetzlichen Regelungen sind
- Verordnung zur Änderung der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO), die am 4. Dezember 2010 in Kraft getreten ist (BGBl. I 2010, S. 1737).
- Verordnung zur Änderung der StVO und der StVZO vom 18. Mai 2017, in Kraft getreten am 1. Juni 2017 (BGBl. I 2017, S. 1282).
Während viele Autofahrer aus anderen Ländern eine feste Frist gewohnt sind, gibt es in Deutschland eine «situative Winterreifenpflicht». Nach § 2 Abs. 3a StVO besteht eine Winterreifenpflicht bei Schneefall, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte auf der Fahrbahn. Wie funktioniert das? Wenn die oben genannten Straßenverhältnisse herrschen, tritt automatisch die «situative Pflicht» in Kraft. Ohne Winterreifen drohen Bußgelder und im Falle eines Unfalls Probleme mit der Versicherung.
Was passiert, wenn man bei winterlichen Straßenverhältnissen mit Sommerreifen unterwegs ist? Das deutsche Reifengesetz legt nahe, dass der Fahrer verpflichtet ist, mit einer Verschlechterung der Witterungsverhältnisse zu rechnen. Angenommen, die Straßen waren morgens noch trocken, aber während der Fahrt beginnt es zu schneien oder zu frieren. In einer solchen Situation entbindet das Fehlen von Winterreifen den Fahrer nicht von seiner Verantwortung. Im Falle einer Kontrolle oder eines Unfalls gilt dies als Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld geahndet wird.
Hier ist ein Auszug aus den normativen Dokumenten. Das Reifengesetz besagt:
- Nur Reifen mit der Kennzeichnung Alpine (3PMSF) gelten als Winterreifen. Auf solchen Reifen befindet sich ein Piktogramm in Form eines Berges mit einer Schneeflocke.
- Reifen mit der Kennzeichnung M+S sind erlaubt, aber nur, wenn sie vor dem 31. Dezember 2017 hergestellt wurden.
- Sie müssen die Regel der «situativen Umstände» befolgen und darauf vorbereitet sein, dass sich das Wetter dramatisch ändern kann.
- Es ist wichtig, die Anforderungen für die verschiedenen Lkw-Typen zu kennen und sich an sie zu halten.
Anschließend gehen wir auf ein wichtiges Thema ein: die Höhe der Strafen und die Anhäufung von Strafpunkten.
LKW Bußgeldkatalog für Reifen: Welche Strafen drohen bei falscher Verwendung von Lkw-Winterreifen?
Wer in Deutschland gegen das Winterreifen-Gesetz für Lkw verstößt, muss mit hohen Bußgeldern und Punkten im Flensburger System rechnen. Sowohl der Fahrer als auch der Halter des Fahrzeugs haften für die Ordnungswidrigkeit und sind verpflichtet, den technischen Zustand des Lkws zu überwachen.
Der Bußgeldkatalog 2025 sieht bei Verstößen gegen das Gesetz und bei fehlender Winterreifen-Nutzung Sanktionen in Form eines bestimmten Bußgeldbetrags und von Strafpunkten vor.
Bußgelder fürs Fahren ohne Winterreifen
| Verstoß | Geldbuße (einschließlich Verwaltungsgebühren) | Punkte |
| Betrieb eines Lastkraftwagens ohne vorgeschriebene Winterreifen | €88.50 | 1 |
| Fahren ohne Winterreifen und Behinderung des Verkehrs | €108.50 | 1 |
| Fahren ohne Winterreifen und Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer | €128.50 | 1 |
| Unfall ohne Winterreifen | €148.50 | 1 |
| Betrieb eines Lkw oder Anhängers mit unzureichender Profiltiefe | €88.50 | 1 |
| Erlaubnis des Besitzers zum Betrieb eines Lastkraftwagens oder Anhängers mit unzureichender Profiltiefe | €103.50 | 1 |
Es ist wichtig zu klären, was Flensburger Strafpunkte sind und welche Risiken damit verbunden sind. Punkte werden für schwere Verstöße gegen die Verkehrssicherheit vergeben. Wenn Sie eine bestimmte Anzahl von Punkten angesammelt haben, können Sie Ihre Fahrerlaubnis für Lastkraftwagen in Deutschland verlieren:
- 1-3 Punkte - eine Verwarnung für den Verstoß
- 4-5 Punkte - der Fahrer erhält eine amtliche Verwarnung.
- 6-7 Punkte - verpflichtende Teilnahme an einem Aufbauseminar.
- 8 Punkte - Entzug der Fahrerlaubnis mit Führerscheinentzug.
Die Bußgelder und Strafpunkte haben wir geklärt. Kommen wir nun zu den Anforderungen an die Winterreifen und deren Montage auf Lastkraftwagen verschiedener Klassen.
Grundlegende Anforderungen an Lkw-Winterreifen
Alle Reifenanforderungen für einen bestimmten Lkw sind im technischen Datenblatt (Fahrzeugschein) angegeben. Das Ganzjahresreifengesetz regelt, in welchen Fällen Ganzjahresreifen zulässig sind und wann spezielle Winterreifen vorgeschrieben sind. Das Gesetz für Winterreifen ist in der Winterreifenverordnung (§36 StVZO) geregelt und legt die folgenden Anforderungen fest:
- Mindestprofiltiefe von 1,6 mm (empfohlen werden jedoch 6 bis 8 mm für Winterreifen).
- Reifen desselben Typs müssen auf derselben Achse montiert sein.
- Spikereifen sind verboten – ihre Verwendung ist in Deutschland nicht gestattet.
- Winterreifen mit der Kennzeichnung 3PMSF (Berg mit Schneeflocke) sind Pflicht. Diese Kennzeichnung bestätigt, dass der Reifen auf seine Traktion bei winterlichen Bedingungen getestet wurde.
Bei der Wahl der Winterreifen ist die Profiltiefe von grundlegender Bedeutung. Je tiefer das Profil, desto besser die Haftung, während abgefahrene Reifen das Risiko von Aquaplaning und Kontrollverlust auf glatter Fahrbahn erhöhen.
Strafe für abgefahrene LKW Reifen: Die Nutzung abgefahrener Reifen auf einem Lkw wird mit einem Bußgeld von 60 € und einem Strafpunkt geahndet. Reifen mit einer Profiltiefe von weniger als 1,6 mm gelten als abgefahrene Reifen und dürfen nicht mehr verwendet werden. Die Verwendung abgefahrener LKW Reifen führt zu rechtl
ichen Konsequenzen und kann zudem die Verkehrssicherheit erheblich gefährden.
Grundvoraussetzungen für die Montage von Lkw-Winterreifen
Bei der Montage von Winterreifen auf Lkw sind die gesetzlichen Vorschriften für Lkw-Reifen unbedingt zu beachten. Fehler bei der Reifenwahl und -montage können zu schlechtem Fahrverhalten, erhöhtem Kraftstoffverbrauch und Bußgeldern führen.
Für jeden Lkw-Typ gibt es empfohlene Reifengrößen. Diese sind im Fahrzeugschein vermerkt. Bei der Reifenmontage ist zu beachten, dass verschiedene Hersteller Gummis mit leicht unterschiedlichen Parametern anbieten können. Deshalb müssen die Größenparameter genau mit den vorgeschriebenen Normen verglichen werden.
Auch die gesetzlichen Vorschriften für Lkw-Reifen und deren fahrzeugspezifische Montage sollten beachtet werden:
- Leichte Lkw (N1) bis 3,5 Tonnen - Winterreifen müssen auf allen Achsen montiert werden.
- Lastkraftwagen (N2, N3) über 3,5 Tonnen - Winterreifen müssen auf der Antriebsachse montiert werden.
- Busse (M2, M3) - Winterreifenpflicht auf der Antriebsachse.
Diese Vorschriften gelten nicht nur für in Deutschland zugelassene Lkw, sondern auch für ausländische Fahrzeuge, die im Winter auf deutschen Straßen unterwegs sind.
Für Lkw-Fahrer ist es wichtig zu wissen, dass nach deutschem Recht die Montage von Reifen unterschiedlicher Hersteller und Profile auf verschiedenen Achsen erlaubt, die Montage unterschiedlicher Reifen auf der gleichen Achse jedoch verboten ist. Winterreifen für Lkw müssen auf derselben Achse unbedingt die gleiche Größe und Bauart haben. Werden an einem Nutzfahrzeug Reifen mit unterschiedlichen Geschwindigkeitsindizes, unterschiedlicher Bauart oder unterschiedlicher Größe auf derselben Achse montiert, muss der Fahrer wegen Verstoßes gegen die Mischbereifung mit einem Bußgeld von 15 € rechnen.
Anforderungen an die Profiltiefe von Lkw-Reifen
Die Profiltiefe ist wichtig für die Sicherheit im Straßenverkehr. In Deutschland ist dieser Parameter in §36 StVZO (Fahrzeugzulassungsordnung) geregelt. Bei Nichteinhaltung drohen Bußgelder und Punkte im Flensburger System.
Die zulässige Mindestprofiltiefe für Lastkraftwagen beträgt 1,6 mm. Für Winterreifen wird jedoch eine Tiefe von 6 bis 8 mm empfohlen, da abgefahrene Reifen die Traktion verringern und die Gefahr von Aquaplaning erhöhen.
Sie können die Profiltiefe mit einer 1- oder 2-Euro-Münze überprüfen:
- Stecken Sie die Münze in die Mitte des Profils.
- Wenn der Goldrand (1 €) oder der Silberrand (2 €) nicht sichtbar ist, ist der Reifen in gutem Zustand.
- Wenn der Rand sichtbar ist, muss der Reifen ersetzt werden.
Anforderungen an Flankenzustand, Radgeometrie und Reifenalter: Was ist zu beachten?
Der Zustand der Lkw-Reifen wirkt sich unmittelbar auf die Verkehrssicherheit, das Fahrverhalten und die Lebensdauer des Fahrwerks aus. Neben der Profiltiefe sind auch der Zustand der Reifenseitenwände und die Radgeometrie zu überwachen. In Deutschland sind die Anforderungen an die äußere Beschaffenheit von Reifen in §36 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) geregelt, der die Kriterien für die Verkehrstauglichkeit von Reifen festlegt.
Nachfolgend ein Überblick über die wichtigsten Anforderungen:
- Reifenseitenwände.
Reifenflanken müssen frei sein von
- tiefen Einschnitten, Rissen und Aufwölbungen, die unter Belastung zum Platzen des Reifens führen können;
- Ablösungen der Gummibeschichtung und Schäden am Cord;
- Ölspuren und chemischen Einflüssen, die die Struktur der Mischung zerstören könnten.
- Radgeometrie.
Ein weiterer wichtiger Parameter, der überwacht werden muss. Ein falscher Radsturz führt zu ungleichmäßigem Verschleiß, verminderter Traktion und erhöhtem Kraftstoffverbrauch.
Übermäßige Abnutzung der Reifenflanken, die nur auf einer Seite auftritt, kann auf Probleme mit der Radaufhängung oder eine falsche Achsvermessung hindeuten.
- Alter der Reifen und Zustand der Reifenmischung.
Die deutsche Gesetzgebung sieht hier keine Einschränkungen vor. Die Hersteller empfehlen jedoch, die Reifen alle 6 bis 10 Jahre zu ersetzen, auch wenn sie in gutem Zustand zu sein scheinen.
Diese Empfehlungen beruhen auf der Tatsache, dass Reifen während der Nutzung durch Oxidation und UV-Strahlung an Elastizität verlieren. Die Porosität der Gummimischung nimmt zu, wodurch die Traktion abnimmt und der Reifen weniger widerstandsfähig gegen mechanische Beschädigungen wird. Bei Alterungserscheinungen (Mikrorisse, Verfärbung des Gummis) ist ein Austausch zwingend erforderlich, auch wenn die Lauffläche noch innerhalb der zulässigen Grenzen liegt.
Dürfen gebrauchte Winterreifen für Nutzfahrzeuge verwendet werden?
Die Verwendung von Altreifen für Nutzfahrzeuge ist in Deutschland unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt. Die wichtigste Voraussetzung ist, dass die Reifen erneuert und nicht nur unrepariert wiederverwendet werden.
Wenn wir von runderneuerten oder regenerierten Reifen sprechen, meinen wir Reifen, bei denen die Lauffläche ersetzt und die Struktur überprüft und wiederhergestellt wurde. Die Runderneuerung von Reifen wird von spezialisierten Unternehmen durchgeführt und ist im Allgemeinen keine schlechte Lösung, um die Lebensdauer des Reifens zu verlängern und gleichzeitig seine Leistungsfähigkeit zu erhalten. Außerdem wird die Umwelt durch die Verringerung der Abfallmenge geschont.
Die Regeln für die Verwendung von recycelten Reifen in Deutschland lassen sich wie folgt zusammenfassen:
- Der Gesetzgeber verbietet den Einsatz von runderneuerten Reifen nicht.
- Maximal zwei Runderneuerungen sind zulässig, danach müssen die Reifen entsorgt werden.
- Vor der Wiederverwendung müssen die Reifen eine zertifizierte Qualitätskontrolle durchlaufen.
- Runderneuerte Reifen sind entsprechend gekennzeichnet und müssen regelmäßig überprüft werden.
Da ihre Lebensdauer im Vergleich zu Neureifen etwas kürzer ist, sollten der Zustand der Lauffläche und der Seitenwände besonders häufig kontrolliert werden.
Zahlt die Versicherung bei einem Unfall, wenn die Winterreifen für Lkw nicht rechtzeitig montiert wurden?
Kann ein Lkw-Fahrer, der im Winter mit Sommerreifen in einen Unfall verwickelt wird, auf Versicherungsleistungen hoffen? Der Gesetzgeber hat diese Frage klar geregelt und die Nichteinhaltung der Saisonreifenpflicht kann schwerwiegende finanzielle Folgen haben.
Nach § 2 (3a) StVO besteht eine Winterreifenpflicht bei winterlichen Witterungsverhältnissen, also bei Glatteis, Reifglätte oder Schneefall. All das haben wir in diesem Artikel ausführlich behandelt.
Wer einen Lkw mit Sommerreifen fährt und gegen das Gebot der «situativen Verpflichtung» verstößt, trägt die Verantwortung für die möglichen Folgen. Kommt es zu einem Unfall und der Lkw ist nicht mit Winterreifen ausgerüstet, kann die Versicherung dies als grobe Fahrlässigkeit werten. Im Klartext: Der Fahrer hat bewusst gegen die Reifenvorschriften verstoßen. Dies wiederum hat zu einem Unfall geführt.
In diesem Fall sind zwei Szenarien denkbar:
- Teilweise Entschädigung - die Versicherung kürzt die Zahlung.
- Vollständige Zahlungsverweigerung - wenn der Verstoß als schwerwiegend eingestuft wird, erhält der Fahrer keine Versicherungsleistung.
Diese Sanktionen gelten in erster Linie für die freiwillige Versicherung. Dabei kann es sich um eine Teilkaskoversicherung handeln, die Schäden durch Naturkatastrophen, Diebstahl, Feuer und Zusammenstöße mit Tieren abdeckt. Oder Vollkasko - eine Vollkaskoversicherung, die Schutz gegen alle Risiken bietet, einschließlich selbstverschuldeter Verkehrsunfälle.
Bei der Kfz-Haftpflichtversicherung sieht es folgendermaßen aus:
- Die Kfz-Haftpflichtversicherung deckt Schäden ab, die Dritten zugefügt werden. Es gibt keine Ausnahmen.
- Stellt die Versicherung jedoch fest, dass der Fahrer gegen Sicherheitsvorschriften verstoßen hat (z.B. ungeeignete Reifen), kann sie den Unfallverursacher in Regress nehmen. Das bedeutet, dass die Versicherung zunächst den Geschädigten entschädigt und dann dem Verursacher (dem Fahrer) einen Teil oder den gesamten Schaden in Rechnung stellt.
Die Versicherungsfrage ist im Allgemeinen recht komplex. Um unangenehme finanzielle Folgen zu vermeiden, können Sie den Empfehlungen des BdV folgen. Wählen Sie beispielsweise beim Abschluss einer Teil- oder Vollkaskoversicherung (freiwillige Versicherung) Tarife, die Sanktionen bei grober Fahrlässigkeit ausschließen. So vermeiden Sie Leistungsverweigerungen. Lohnenswert ist auch die Option «Rabattschutz», ein Zusatzschutz, der eine Prämienerhöhung nach dem ersten Schadensfall verhindert.
Es ist nicht unvernünftig, die Bedingungen der Pflichtversicherung zu überprüfen - wenn Ihre derzeitige Versicherungsgesellschaft keine günstigen Bedingungen anbietet, lohnt es sich, über einen Wechsel nachzudenken. Laut Gesetz kann die Kfz-Haftpflichtversicherung bis zum 30. November des laufenden Jahres gekündigt werden.
Warum ist die Einhaltung der Vorschriften so wichtig?
Die Einhaltung der Vorschriften für die Verwendung und Montage von Winterreifen für Lkw dient in erster Linie der Verkehrssicherheit. Darüber hinaus verlängert die Einhaltung der Vorschriften für Winterreifen die Lebensdauer des Straßenbelags.
Die Bedeutung der Einhaltung der Vorschriften für den «situativen Einsatz» von Winterreifen:
- Sicherheit im Straßenverkehr. Die Verwendung vorschriftsmäßiger Winterreifen verringert die Wahrscheinlichkeit von Unfällen. Lkw mit ungeeigneter Bereifung verlieren an Bodenhaftung, wodurch die Gefahr des Schleuderns und des Kontrollverlusts steigt. Besonders gefährlich ist dies auf schnellen Autobahnen, wo sich der Bremsweg vervielfacht.
- Fahrzeugaufprall. Die Nichteinhaltung der Reifenspezifikationen führt zu ungleichmäßigem Gummiabrieb und erhöhter Belastung von Aufhängung und Antriebsstrang des Lkw. Außerdem tragen falsch montierte Reifen zu einem höheren Kraftstoffverbrauch und damit zu höheren Betriebskosten bei.
- Auswirkungen auf den Straßenbelag. Die Verwendung ungeeigneter Reifen, insbesondere im Winter, führt zu einer frühzeitigen Schädigung des Straßenbelags. Dies gilt sowohl für die übermäßige Reibung als auch für den Schlupf, der tiefe Spurrillen im Asphalt verursacht und zu Schäden führt.
- Umweltaspekt. Die richtige Reifenwahl reduziert den CO₂-Ausstoß durch optimale Traktion. Abgenutzte Reifen erhöhen den Ausstoß schädlicher Partikel in die Atmosphäre.
- Auswirkungen von Winterreifen auf den Bremsweg. Die Art der Straßenoberfläche und die Reifenspezifikation sind zwei wichtige Faktoren, die den Bremsweg beeinflussen. Auf winterlichen Straßen wird die Situation jedoch durch die geringe Griffigkeit noch verschärft. So ist der Bremsweg auf festgefahrenem Schnee zwei- bis dreimal länger als auf trockenem Asphalt. Bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h beträgt er 40 bis 50 Meter. Bei Glatteis auf normaler Fahrbahn kann sich der Bremsweg auf das 5-10 fache verlängern und bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h 100-150 Meter betragen. Auf trockenem, gefrorenem Asphalt verlängert sich der Bremsweg um etwa das 1,5-fache. Die Verwendung von Winterreifen, die den Spezifikationen entsprechen, trägt dazu bei, den Bremsweg im Vergleich zu Sommerreifen um 20-30% zu verkürzen.
Wer bei winterlichen Straßenverhältnissen (Schneefall, Glatteis, Schneematsch, Schneeverwehungen) ohne Winterreifen unterwegs ist, riskiert nicht nur ein Bußgeld, sondern auch die Leistungsverweigerung der Versicherung im Falle eines Unfalls. In Deutschland wird das Gesetz streng durchgesetzt. Um Ärger zu vermeiden, ist es einfacher, frühzeitig auf Winterreifen umzurüsten und dabei alle Anforderungen zu beachten, auf die wir in diesem Artikel eingegangen sind. Und durch die Wahl optimaler Versicherungsbedingungen kann man im Streitfall auch privat Schadenersatz erhalten.
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